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Versehrte

BSV Attnang-Vöcklabruck

Wir streben nicht nach Höchstleistungen im Sinne des Spektakulären, sondern stellen die menschliche Leistung als Beweis der seelischen und körperlichen Widerstandskraft in den Vordergrund.

Im Spätherbst 1962 wurde die Gründungsversammlung der Versehrtensportgruppe Attnang abgehalten. Mit Jahresbeginn 1963 übernahm Herr Johann Haslinger die Obmannstelle der Sportgruppe und Herr Ernst Schiendorfer wurde zum Kassier bestimmt. Da es aber damals in Attnang keine freie Trainingskapazität gab, tauchten alsbald erste Schwierigkeiten auf.

Allerdings haben sich die bereits bestehenden Versehrtengruppen der Vereine von Vöcklamarkt und Gmunden spontan bereit erklärt, die Attnanger abwechselnd in ihr Training zu integrieren. Dies ging jahrelang gut. Im Jahr 1967 wurden dann endlich Nägel mit Köpfen gemacht, und die Sportgruppe konnte im Gymnastiksaal der Hauptschule Attnang einmal wöchentlich für zwei Stunden trainieren. Dafür gilt ein besonderer Dank dem damaligen Bürgermeister und Hauptschuldirektor Herrn Franz Bogner.

Am 9. November 1967 wurde ein offizielles Eröffnungsturnier durchgeführt, an dem auch die Versehrtensportvereine von Linz, Gmunden und Vöcklamarkt teilnahmen. Im September 1968 veranstaltete die Versehrtensportgruppe Attnang ihr erstes großes Sportfest am Spitzberg. Durch die fortlaufend rege Gruppentätigkeit kamen nach und nach weitere Versehrte aus den umliegenden Gemeinden, speziell aus Vöcklabruck, zum Training nach Attnang. Im Besonderen in den Sportarten Sitzball, Faustball, Tischtennis, Leichtathletik, Schialpin und Nordisch konnten im Laufe der Zeit große Erfolge verbucht werden. Im April 1985 wurde aufgrund des Landessportgesetzes aus der Versehrtensportgruppe der Versehrtensportverein Attnang/Vöcklabruck.

Mit Februar 2014 haben wir unseren Vereinsnamen auf UNION BSV Attnang/Vöcklabruck geändert. Auch sind wir der SPORTUNION Oberösterreich beigetreten, da wir schon länger mit UNION NO LIMITS zusammenarbeiten.

Was sich bis heute nicht geändert hat, sind die Trainingstage: Donnerstagabend Sitzball (nach telefonischer Vereinbarung) in der Hauptschule Attnang, am Mittwoch Tischtennis im Volksbankstadion Vöcklabruck.

AMPUTIERTENSPORT 

Generell umfasst der Amputiertensport Menschen mit Funktions­beeinträchtigungen der oberen und unteren Gliedmaßen. Dies betrifft Personen mit Amputation, Exartikulation, Missbildung oder Verkümmerung einer Extremität, hochgradige Bewegungseinschränkung der Gelenke, sowie inkomplette bzw. komplette Lähmung der Arm- und Beinmuskulatur. Oft werden technische Hilfsmittel (Prothesen, Orthesen) gebraucht, um motorische Handlungen möglich zu machen oder zu verbessern. Defekte und die dadurch verursachten Bewegungsstörungen sind sozial auffällig und können die Interaktion mit Nichtbehinderten stören. Der Behindertensport spielt auch in der Rehabilitation von Amputierten eine wichtige Rolle. Er hilft ein neues Körpergefühl zu entwickeln und Dysbalancen auszugleichen.

Die wichtigsten Sportarten sind Skilauf alpin und nordisch, Leichtathletik, Radfahren, Schwimmen, Segeln, Sitzball, Sitzvolleyball, Sportschießen, Tennis und Tischtennis.

ROLLSTUHLSPORT

Der Rollstuhlsport umfasst generell Menschen, die für die Sportausübung einen Rollstuhl benützen. Das sind meist Sportlerinnen und Sportler mit Rückenmarkschäden, Amputationen der Beine aber auch anderen Behinderungen. Bei einer Schädigung des Rückenmarks kommt es je nach Ausmaß und Lokalisation der Läsion zu einer vollständigen oder unvollständigen Parese (Lähmung), die sich in motorischen, sensiblen und vegetativen Ausfällen manifestiert. Um den Ansatz von Sir Ludwig Guttmann (Stoke Mandeville) der umfassenden Reha­bilitation von Querschnittgelähmten in Öster­reich verwirklichen zu können, wurden Re­habilitationseinrichtungen geschaffen. Dort ist neben den medizinischen, therapeutischen und sozialen Maßnahmen auch die Sporttherapie in das Re­habilitationsprogramm eingebaut. Querschnitt­gelähmte werden so schon in der ersten Rehabilitation mit dem Behin­dertensport vertraut. Mit Hilfe geeigneter Bewegungsaufgaben werden die verbliebenen motorischen Fähigkeiten mobilisiert und die nichtgelähmte Muskulatur zur Über­nahme kompensatorischer Leistungen geschult.

Die wichtigsten Sportarten sind Leichtathletik, alpiner und nordischer Schilauf, Tischtennis, Tennis, Handbike, Basketball, Sportschießen, Schwimmen, Segeln, Rollstuhlbasketball und Rollstuhl-Rugby.

CEREBRALPARETIKERSPORT 

Die Cerebralparese ist eine nicht fortschreitende Schädigung des Gehirns, die zu Störungen des Bewegungsablaufs, der Kraft und des Tonus der Muskulatur, sowie der Haltung des Körpers führt. Diese Bewegungsstörung kann mit Seh-, Sprach- und Hörstörungen, epileptischen Anfällen sowie mit Störungen des Raumempfindens verbunden sein. Die Bewegungen können schlecht dosiert, überschießend, langsam oder steif sein. Die Muskeln können zu stark angespannt oder schlaff sein, d.h. der Mensch steckt in einem Körper, der ihm nicht gehorcht. Es ist schwierig, herkömmliche Sportarten für schwerbehinderte Menschen zu adaptieren. Oft ist die Ausübung der Technik für eine bestimmte Sportart mangels vorhandener Muskelfunktionen des Athleten gar nicht möglich. Fingerspitzengefühl ist notwendig, um behindertengerechte Sportarten zu entwickeln. Seit 1990 steigt die Bedeutung des Bocciasports, da diese Sportart auch Schwerstbehinderten ein echtes Erfolgserlebnis vermitteln  kann.

Das heutige Angebot umfasst neben Boccia, Schwimmen, Leichtathletik, Radfahren, Tischtennis, Wintersport (alpin, nordisch) und Sportschießen.

 
 
 
 
Kontakt

Dietmar Ematinger 
BSV Attnang/Vöcklabruck

Tel.: +43 / 699 / 11 52 78 33
vsvattvb1963@gmail.com

www.bsv-union.at