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Samstag, 25. Dezember 2010 | 18.00 Uhr | Stadtsaal Vöcklabruck

 



DER BETTELSTUDENT | ÖFFENTLICHE GENERALPROBE
Operette von Karl Millöcker
 

Operettentheater Salzburg | Produktion: Konzertdirektion Schlote

Das Operettentheater Salzburg ist ein im letzten Jahr neu gegründetes Tournee-Ensemble welches gleich mit seiner ersten Produktion „Die Csàrdàsfürstin“ mit dem Inthega-Preis der „besten Musiktheater-Produktion der Saison 2009/10“ ausgezeichnet wurde.

Wie bei Tournee-Ensembles üblich, braucht dieses für die Abschlussproben Probenräume.
Hier ist es der Kultur und Freizeit GmbH gelungen, das Operettentheater Salzburg zwischen dem 12. und 25. Dezember 2010 für die Proben zur neuen Produktion
„Der Bettelstudent“ nach Vöcklabruck zu holen.

Als Abschluss der Probenarbeit findet am 25. Dezember 2010 um 18.00 Uhr im Stadtsaal eine „öffentliche Generalprobe“ statt, für die außerordentlich preiswerte Karten zu € 15,- angeboten werden. In der Regel sind diese öffentlichen Generalproben vollwertige Aufführungen, auch wenn es sein kann, dass evtl. die Regisseurin oder die musikalische Leiterin noch korrigieren.


Polen 1704. Im besetzten Krakau pariert die polnische Komtesse Laura, Tochter der Gräfin Nowalska, die Annäherungsversuche des sächsischen Stadtgouverneurs Ollendorf mit einem Schlag ihres Fächers. Auf Rache sinnend, stellt der so Beleidigte der verarmten Gräfin und ihren beiden Töchtern zwei politische Sträflinge vor. Der Student Symon Rymanovicz soll als angeblich steinreicher Fürst Wybicki um Laura werben, sein Kommilitone Jan Janicki als dessen Sekretär um ihre Schwester Bronislawa. Nach der hoffentlich bald stattfindenden Hochzeit soll die Maskerade auffliegen und die ganze Familie zum Gespött werden. Doch der Plan geht schief: Zwischen der Komtesse und dem Bettelstudenten funkt es. Je mehr ehrliche Gefühle ins Spiel kommen, desto eher ist Laura bereit, ihr standesdünkelhaftes „Gefängnis“ zu verlassen. Im gleichen Maße überwindet Symon seinen spielerischen Leichtsinn und übernimmt Verantwortung. Im Ringen umeinander finden sich am Ende zwei junge Paare, für die weder Titel noch Etikette zählen, sondern einzig die Liebe.

Es war die Unsicherheit in der Textbeurteilung von Johann Strauß, die Millöcker dieses geniale Libretto mit seiner ausgereiften Mischung aus Humor und Sentiment eintrug. Die Dichter Friedrich Zell und Richard Genée hatten nämlich Strauß zwei Texte gleichzeitig geschickt:
Der Bettelstudent und Eine Nacht in Venedig. Strauß konnte sich nicht entschließen und fragte Millöcker, welchen er vorzöge. Millöcker, der Strauß genau kannte, entschied sich scheinheilig für Eine Nacht in Venedig, worauf Strauß prompt auf diesen Text bestand. So kam Der Bettelstudent an Millöcker, und wir verdanken dieser kleinen List ein Operetten-Meisterwerk. Die Verbindung von italienischer Melodienseligkeit mit beschwingten Wiener Walzern und slawisch-volkstümlichen Tänzen garantieren dem Bettelstudenten den größten Publikumszuspruch unter allen Operetten Millöckers.

 

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