Rappelkopf, betrogen und beinahe um sein
Vermögen gebracht, macht seinen Mitmenschen
das Leben zur Hölle. Seine Frau bezichtigt
er der Untreue, seiner Tochter Malchen
untersagt er die Liebe zu ihrem Maler
August. Rappelkopfs Bedienstete drohen schon
ihren Dienst aufzukündigen, als er, einen
Mordanschlag witternd, in die Wälder flieht.
Hier erscheint ihm der Alpenkönig
Astragalus. Dieser will den Menschenfeind
Rappelkopf von seiner misantrophen Neigung
kurieren und zur Selbsterkenntnis zwingen.
Und so wird mit Zauber und Verwandlung dem
Rappelkopf sein wahres, schreckliches Wesen
vorgeführt, bis letztlich aus dem
Menschenfeind ein Menschfreund wird.
„Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ ist
das vollendetste und tiefgründigste Werk des
österreichischen Dramatikers Ferdinand
Raimund (1790 - 1836). Ausgehend vom
traditionellen biedermeierschen
„Besserungsstück“ entwickelt Raimund ein
grandioses Märchen um Hochmut und Einsicht.