Mit Jubel
und Trubel durch eine feucht-fröhliche Nacht,
Irrungen und Wirrungen im Hause Eisenstein, ein
rauschendes Fest voller Walzerseligkeit beim
Prinzen Orlofsky, Maskeraden und Verwechslungen
in hohem komödiantischen Tempo. „Die Fledermaus“
gilt für viele als die hinreißendste aller
Wiener Operetten. Durch die Musik von Johann
Strauß erhält sie etwas Schwebendes, Leichtes,
Irreales, in dem sich die Wirklichkeit
aufzulösen scheint – am sinnfälligsten in dem
Duett von Rosalinde und Alfred, dessen Text
„Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu
ändern ist“ eine Quintessenz einer sehr
österreichischen Lebensphilosophie ist
Johann Strauß (1825-1899) war das musikalische
Pop-Idol des 19. Jahrhunderts schlechthin. War
schon sein Vater als Begründer des Wiener
Walzers ausgesprochen erfolgreich, krönte sich
Johann Strauß Sohn nicht nur zum »Walzerkönig«,
sondern wurde auch zum prototypischen Vertreter
der Wiener Operette. Die Ouvertüre zur
»Fledermaus« ist ein Glanzstück im gesamten
kompositorischen Schaffen von Johann Strauß
Sohn.